Recruiting Trends im Mittelstand 2015

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Herausforderungen in der Personalbeschaffung

Recruiting Trends im Mittelstand 2015

Der Mittelstand wird oftmals auch als „Der Motor der deutschen Wirtschaft“ bezeichnet. Immerhin erwirtschaften mittelständische Unternehmen rund 38,3 Prozent aller Umsätze und bilden 83 Prozent aller Azubis aus. Wenn es um die Personalsuche geht, steht der Mittelstand heute jedoch in großer Konkurrenz zu bekannten Konzernen.

Für die Personalbeschaffung ergeben sich aus diesem Umstand besondere Herausforderungen, die im Rahmen der Studie Recruiting Trends im Mittelstand des Centre of Human Resources Information Systems an der Universität Bamberg mit Unterstützung des Karriereportals Monster untersucht wurden.

Externe Trends und interne Herausforderungen

Als größte externe Trends nannten die befragten Unternehmen den demografischen Wandel, gefolgt vom Fachkräftemangel sowie gesetzliche Rahmenbedingungen, beispielsweise das Gleichbehandlungsgesetz oder die mögliche Einführung einer Frauenquote.

Als Herausforderungen, die daraus resultieren, sehen die mittelständischen Unternehmen vor allem im Bereich Mitarbeiterbindung, im Entwickeln von Retention-Maßnahmen sowie im Employer Branding und in der gezielten Abstimmung zwischen dem Personalmarketing und den einzelnen Fachabteilungen.

Personalbedarf und Stellenbesetzung

Nur 4,5 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, in diesem Jahr keine freien Stellen zu haben. Ganze 43 Prozent sind demgegenüber davon überzeugt, zum Jahresende sogar mehr Mitarbeiter zu beschäftigen als Anfang 2015.

Die Deckung des Personalbedarfs wird sich jedoch aller Voraussicht nach schwierig gestalten. Die Teilnehmer glauben, dass rund vier von zehn Positionen aufgrund eines Mangels an geeigneten Kandidaten nicht besetzbar sein werden – die Besetzbarkeitsprobleme sind deutlich höher als bei den deutschen Top-1.000-Unternehmen. Mit eigenen Ausbildungsmaßnahmen, flexiblen Arbeitszeitmodellen und Umschulungsmaßnahmen will der Mittelstand dem künftig entgegensteuern.

Wo werden freie Stellen ausgeschrieben?

Am häufigsten schreiben mittelständische Unternehmen Vakanzen auf der eigenen Homepage aus (68,2 Prozent), gefolgt von den Seiten der Bundesagentur für Arbeit (42,9 Prozent) sowie Internetstellenmärkten (40,3 Prozent). Darüber hinaus werden die Mitarbeiter eingebunden und nach Empfehlungen gefragt sowie Anzeigen in Printmedien geschaltet (29,8 Prozent). Social Media wird nur bei 11,4 Prozent zur Stellenbesetzung genutzt.

Auffallend ist, dass sich der Mittelstand sehr viel häufiger auf die Empfehlungen von Mitarbeitern stützt als die Top-1.000-Unternehmen und auf diesem Weg auch mehr Stellen besetzt (15 zu 8 Prozent). Zudem wird knapp ein Viertel der Vakanzen über die Unternehmenswebsite besetzt, weitere 20,1 Prozent über Internetstellenbörsen und 19,5 Prozent über die Printmedien.

Social Media Recruiting schleppend

Nur 11,4 Prozent der freien Jobs werden in den Social Media veröffentlicht – daraus resultieren lediglich 1,6 Prozent aller tatsächlichen Einstellungen. Zwar beurteilt ein Viertel die Social Media als positiv für den Rekrutierungsprozess, jedoch auch als schwer umsetzbar. So verfügen nur 6,3 Prozent der Unternehmen in der Personalbeschaffung über eine explizite Social-Media-Strategie.

Mobile Recruiting wird positiver gesehen

Die Einstellung gegenüber Mobile Recruiting hat sich im deutschen Mittelstand deutlich verbessert. Knapp die Hälfte der befragten Unternehmen glaubt, dass die zunehmende Nutzung mobiler Endgeräte einen entscheidenden Einfluss auf die Rekrutierung haben wird und dass die Kandidatenansprache über Smartphone, Tablet und Co. sinnvoll ist. Die Umsetzung läuft jedoch nur schleppend. Nur 7,7 Prozent der Befragten verfügen über eine mobiloptimierte Karriere-Website und Online-Stellenanzeigen. Das hindert viele Kandidaten daran, sich auch mobil zu bewerben.

Bewerbungsformen: E-Mail bevorzugt

Nach wie vor (seit 2011 steigend) bevorzugen die Unternehmen Bewerbungen per E-Mail (57,4 Prozent) ein, gefolgt von der Papierbewerbung (21,3 Prozent) und der Formularbewerbung (6,6 Prozent).

Home Office im Mittelstand

Zur Heimarbeit befragt, gaben 18,8 Prozent der Unternehmen an, ihren Mitarbeitern zu ermöglichen, von zu Hause aus zu arbeiten. Insgesamt 21,9 Prozent wollen dieses Angebot künftig ausweiten. Allerdings ist das Home Office in puncto Kommunikation für sechs von zehn Befragten auch als Herausforderung für die interne Zusammenarbeit zu sehen.

10.04.2015

Siehe auch:

Mobile Jobsuche: Was Bewerber wirklich wollen

Berufliche Netzwerke aufbauen: 5 Tipps

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